SOUL DEVOURED "Eleven deadly Sins"
Die im Winter 2001 aus der Taufe
gehobenen SOUL DEVOURED bieten auf ihrem in Eigenregie aufgenommenen Silberling
melodischen Death-Thrash, der mit viel Liebe zum Detail versehen wurde.
Nach einem beschaulichen Intro in Form von Piano-Klängen und einer Gitarre,
die so mühelos auch bei einer klassischen Metal-Combo unterkommen könnte,
gibt es direkt mit "Forces of Heresy" ordentlich einen auf die Mütze.
Dass die wütenden Doublebass-Attacken dabei von einem Drumcomputer zu
verantworten sind fällt erfeulicherweise kaum auf, so dass dem weiteren
Hörgenuss nix mehr im Wege steht. Ein großes Plus der Band sind
die über die gesamte Spielzeit hinweg anzutreffenden Breaks, die den
einzelnen Songs immer wieder eine neue Richtung geben und dennoch wie aus
aus einem Guss wirken. SOUL DEVOURED schaffen es auf den "Eleven Deadly
Sins" die Gratwanderung zwischen überladenen Kompositionen und stumpfen
Prügelgelagen zu meistern, die goldene Mitte regiert hier! Hervorzuheben
ist neben den grandiosen Leads vor allem die Vielfältigkeit der Vocals.
Dominiert über weite Strecken Black Metal mäßiges Gekeife,
so ist die Band doch clever genug, auch hier für Abwechslung zu sorgen.
"Portal to my Resurrection" bietet gelungene Growls, "Living
Dead" coolen Klargesang und "The Deathlight Corps" beides zusammen.
Mit "Like a Razor in the Vain" gibt es noch ein Instrumental vor
die Lauscher, beendet wird die CD dann paar Lieder später mit einem Outro,
dass musikalisch die Brücke zum Intro schlägt und einen mehr als
guten Eindruck von SOUL DEVOURED hinterlässt! Auch dass eigenwillige
und kreative Layout des Scheibchens reiht sich einwandfrei in den positiven
Gesamteindruck ein.
Schade ist indes nur, dass die Truppe laut eigener Aussage vorläufig
nur als CD-Projekt fungiert und keine Live-Auftritte vorgesehen sind. Ich
hoffe dass sich das (vielleicht auch unter Zuhilfenahme eines echten Drummers)
noch ändern wird und dass man die Jungs in nicht allzu ferner Zukunft
auch mal on stage begutachten kann!! Bis dahin solltet ihr SOUL DEVOURED unbedingt
eine Chance geben, die "Eleven Deadly Sins" sind von vorne bis hinten
einfach nur geil, da tun auch die gelegentlichen DEATH-Anleihen (z.B. "Forces
of Heresy") keinen Abbruch, im Gegenteil.
Note: 2 Verfasser: Andreas Kind
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