SOUL DEVOURED "Eleven deadly Sins"
Mit ihrem Debütwerk “Eleven Deadly Sins” bewegen mich die Wiener Neustädter SOUL DEVOURED zu richtigen Begeisterungsstürmen, denn das, was auf eben jenem Werk präsentiert wird, kann getrost als phänomenal bezeichnet werden. Ein spitzenmäßiger Mix aus Florida-Techno-Death und Thrash Metal, der mich von der ersten bis zur letzten Sekunde vollends überzeugen kann, und das beim allerersten (!) Release dieses Trios, wobei man hierzu anmerken sollte, das es sich bei den Dreien um durchwegs versierte und erfahrene Musiker handelt, die ihre Instrumente, beziehungsweise Stimmbänder wirklich im Griff haben. Gewisse Parallelen würde ich hierbei zu DEATH Anfang der Neunziger, NOCTURNUS (mit weitaus dezenterem Keyboardeinsatz) oder RESURRECTION ziehen, wobei immer wieder ein gehöriger Schuß Thrash der Marke KREATOR um 1990, ein wenig SLAYER, einen Schuß TESTAMENT und einigen eher genrefremden Elementen im Gesamtsound eingebunden. Zeitweise kommt das Ganze fast schon leicht schwedisch daher, wofür wohl das geschickte Einbinden von Melodien die auch von DARK TRANQUILLITY stammen könnte verantwortlich ist („The deathlight corps“). Zusätzlich sorgen ausgezeichnete Leads, die teilweise an James Murphy erinnern („Portal to my resurrection“) für die nötige Auflockerung und der Gesang von Andreas Schwarz erinnert ein ums andere Mal an Chuck Schuldiner zu „Sound of perseverence“-Zeiten. Das einzige, was ich bei „Eleven deadly sins“ negativ zu beanstanden habe, ist, dass man das programmierte Schlagzeug als eben solches doch ein wenig stark heraushört, aber abgesehen davon gibt’s nichts, aber auch wirklich nichts, was ich am Erstwerk von SOUL DEVOURED auszusetzen hätten. Zu beziehen ist der Rundling übrigens auf der Band-Homepage www.souldevoured.com.
Fazit: Der beste heimische Newcomer des letzten Jahres.
10 Punkte
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