SOUL DEVOURED "Eleven deadly Sins"

Bei SOUL DEVOURED handelt es sich um ein Trio aus Österreich. Die Jungs haben sich dem Death Metal-lastigen Thrash verschrieben. Das Ganze wird angetrieben von einem Drumcomputer und ein Bassist scheint auch zu fehlen, zumindest ist nirgends von einem Tieftöner die Rede. Sicher nicht die beste Lösung, aber wenn’s nicht anders geht...

Immer noch besser als gar keine CD, denn dieses Scheibchen hat es echt in sich! Den Anfang macht ein gutes Intro, gefolgt vom ersten Hammer. „Forces of Heresy“ ist Thrash in Reinkultur, einfach volles Brett inne Fresse ... erinnert mich persönlich etwas an „Defleshed“ auf der „Under the Blade“ (ebenfalls ein schönes Eisen). Danach ein etwas langsamerer Mid Tempo Banger, mit einer guten Melodie. Die Keys bei „Seven Deadly Sins“ sind zwar ein kleiner Dorn in meinem Auge, aber der Song ballert trotzdem gewaltig. „Living Dead“ ist sofort danach wieder ein Höhepunkt, cooles Riff, geile Melodie einfach klasse!
„Forests of Misery“ nimmt allerdings den Platz des absoluten Herrschers dieser Platte ein, schnell, kurz, heftig ... geil, geil, geil! Zum Schluß noch mal ein nettes Outro, und gut is. Die 9 richtigen Songs auf diesem Album sind allesamt wirklich stark. Es gibt keinen einzigen Hänger. Egal ob es, wie bei „The Deathlight Corps“ etwas mehr in Richtung Death Metal geht, oder dem puren Thrash gefrönt wird, einfach jeder Song ist spitze, deswegen hab ich hier auch nur die wirklichen Highlights erwähnt. Die Produktion ist für eine Eigenproduktion ziemlich amtlich gelungen. Die Riffs sind gut, der Gesang ist auch anständig. Somit sind eigentlich die fehlende Rhythmusfraktion das einzige Manko dieser Scheibe. Ich glaube mit einer solchen könnte die Band zu neuen Höchstleistungen auflaufen und uns wirklich einen Meilenstein bescheren.

Insgesamt also eine klasse Scheibe, die man sich keinesfalls Entgehen lassen sollte, wenn man mit Bands wie „Deströyer 666“, „Desaster“ etc. etwas anfangen kann. Ein lupenreiner Bastard aus Thrash der Marke „Destruction“ oder „Slayer“ plus das nötige Fünkchen Death Metal. Einfach geil, die Höchstnote zücke ich nur aus dem Grunde nicht, da ich glaube (mit ner menschlichen Rhythmusfraktion) könnten diese Ösis es NOCH besser hinkriegen!
Zu haben ist das Teil über die Homepage der Band ... KAUFEN, das ist ein Befehl!

4/5 Punkte

Link zu Blooddawn

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