SOUL DEVOURED "Eleven deadly Sins"

Elf tödliche Geschosse knallen uns die Nachwuchs-Death-Thrasher aus der Wiener Neustadt um die vielzitierten Ohren, so daß diese sofort routiniert und hocherfreut zu bluten beginnen.
Soundmäßig zwar aus nachvollziehbaren Gründen noch nicht in der Oberliga, macht das Trio dieses Manko aber durch unbändige Spielfreude, Ideenreichtum, gutes Songwriting und eine gehörige Portion Aggressivität aber mehr als nur wett. Andi (Schwarz – was für ein Name ...) kreischt wie Mille zu seinen allerbesten Zeiten und was die Gitarrenfraktion abliefert, ist wahrlich auch nicht von schlechten Eltern (Anspieltip: das kernige Duett von Lead- und Rhythmusgitarre auf "Portal To My Resurrection"– einfach klasse !).
Ein regelrechter Hit ist das äußerst melodiöse "Seven Deadly Sins", welches sich mit einem Monsterriff sofort festsetzt.
Und so geht es äußerst unterhaltsam und ohne echten Ausfall durch die ganze höchsterfreuliche CD: "Living Dead" erzählt eine kleine Geschichte u.a. mit einer Radioreportage, "Like A Razor To The Vain" lädt zum Tanze ein mit einem weiteren Jahrhundertriff, "The Deathlight Corps" macht dem Wort "Death" im Titel alle Ehre usw. usw.
Last but not least (oder sollte ich sagen: "Blast but not beast" ... ?) sorgen Juwelen wie "Forests Of Misery" oder "Conspiracy" (herrlich verschlepptes Riffing) für durchtrainierte Nackenmuskeln.
Fäuste nach oben und Mähnen geschüttelt für eine der erfreulichsten Nachwuchsbands in letzter Zeit – es macht einfach unglaublichen Spaß dieser CD zu lauschen. Zu guter Letzt: Die Band war mit dem Song "Forces Of Heresy" bereits auf dem Unerhört-Sampler von Rock Hard vertreten und die vorliegende CD ist über die Bandhomepage erhältlich.
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